Hier können Sie Ihre Meldung zum Geruchskataster machen.

Bitte klicken Sie auf Hier, dann werden Sie zum Meldeformular weitergeleitet.


26.10.2018: Bürgerinitiative - eingetragener Verein

Auf der Jahreshauptversammlung der Bürgerinitiative am 13.09.2018 wurde einstimmig beschlossen, beim Amtsgericht in Stadthagen die Eintragung des Vereins "Bürgerprotest Stadthäger Asphaltmischwerk" in das Vereinsregister zu beantragen.

 

Die Eintragung ins Vereinsregister erfolgte am 26.10.2018 unter der Nummer VR 200311.

Damit ist die Bürgerinitiative "Bürgerprotest Stadthäger Asphaltmischwerk e. V." jetzt ein eingetragener Verein und damit eine vollrechtsfähige juristische Person mit eigenen Rechten.

 

Hier finden Sie die Satzung.


04.10.2018: Noch mehr Schadstoffe für Stadthagen - Ahrens erhält Genehmigung zur Erweiterung der  Produktion

Die BI hat immer befürchtet, dass die Fa. Ahrens ihren Betrieb in Stadthagen weiter ausdehnen würde, sobald sie erst einmal Fuß gefasst hat. Dies hat sich nicht nur mit der Übernahme des Haldenbetriebs bestätigt. 

 

Jetzt hat Ahrens vom Gewerbeaufsichtsamt die Genehmigung erhalten, seine Asphaltproduktion um 60 % auf 190.000 Tonnen im Jahr zu erhöhen. Gleichzeitig wurden die Betriebszeiten deutlich erweitert. Jetzt darf von 4 Uhr morgens bis nachts um 22 Uhr sowohl werktags als auch - sofern im öffentliche Interesse notwendig - an Sonn- und Feiertagen produziert werden.

 

Damit erhöhen sich die Schadstoffemissionen noch einmal ganz wesentlich.

Die BI hat beim Gewerbeaufsichtsamt in Hildesheim die Antrags- und Verfahrensakten eingesehen und anhand dieser Unterlagen ermittelt, welche Mengen in die Umgebung abgegeben werden dürfen. Die Ergebnisse sind für uns schockierend.

 

So dürfen nach unseren Berechnungen unter Einhaltung von Grenzwerten im Laufe nur eines Jahres 

allein aus dem Schornstein des Asphaltmischwerkes

  • 325 kg krebserzeugende Stoffe,
  • 1,29 Tonnen Staub,
  • 64 Tonnen Kohlenmonoxid,
  • 22,5 Tonnen Schwefeloxide und
  • 22,5 Tonnen Stickoxide freigesetzt werden.

Hinzu kommen rund 50 Tonnen Staub, die auf dem Firmengelände durch das Umladen von Materialien, Fahrzeugbewegungen, den Betrieb der Brecher und Siebanlagen sowie bei Abwehungen auf den aufgeschütteten Halden entstehen können. Unsere Berechnungen finden Sie hier.

 

Ein großer Teil des Staubs besteht aus kleinsten Partikeln, die farb-, geruchs- und geschmacklos sind und teilweise direkt über die Atmung in den Blutkreislauf gelangen können. Laut Umweltbundesamt können sie unter anderem Entzündungen in den Luftröhren und Bronchien sowie verstärkte Plaquebildung in den Blutgefäßen auslösen und das vegetative Nervensystem schädigen.

 

Selbst wenn in der Praxis die dargestellten Grenzwerte unterschritten werden, ist es für uns nach wie vor unbegreiflich, wie ein so intensiv emittierender Industriebetrieb in unmittelbarer Nähe - und in Hauptwindrichtung - zu Wohngebieten, Kindergärten, etlichen Schulen und Sportstätten angesiedelt werden konnte.

Wir können uns nicht vorstellen, dass sich Eltern, Lehrer, Schüler und betroffene Bürger auf Dauer damit abfinden werden.

 

Nach Auffassung der BI hätte die Erweiterung nicht genehmigt werden dürfen. Die BI hat dem Gewerbeaufsichtsamt auf insgesamt 46 Seiten 145 Punkte aufgelistet, in denen die Gutachten von Ahrens nach unserer Auffassung fehlerhaft sind und hätten überarbeitet und korrigiert werden müssen. Die BI hat nach Durchsicht der Verfahrensakten den Eindruck, dass unsere Bedenken nicht hinreichend geprüft wurden.

 

Ob eine Genehmigung zur Erweiterung der Produktion erteilt werden kann, hängt entscheidend davon ab, ob beim Betrieb des Asphaltmischwerkes die Grenzwerte für Feinstaub eingehalten werden. Dazu muss man zunächst wissen, wie hoch die Vorbelastung durch Feinstaub in Stadthagen bereits ist, die dann durch den Betrieb erhöht wird. Da es aber für Stadthagen keine amtlichen Messwerte gibt, wurden die Werte der Messstation Allertal zugrunde gelegt – ein Ort, der 65 km von Stadthagen entfernt liegt. Die dort ermittelten Werte dürften von den tatsächlichen Werten in Stadthagen weit entfernt sein.

Denn wir betreiben seit längerer Zeit im Rahmen eines bundesweiten Projektes zwei Messstationen in Stadthagen und diese weisen um rund 45 % höhere Werte für Feinstaub aus als in Allertal. Selbst wenn unsere Messungen nicht höchsten wissenschaftlichen Standards entsprechen, sind sie zumindest ein wichtiges Indiz dafür, dass die Verhältnisse an der Station Allertal wesentlich von denen in Stadthagen abweichen dürften. Zumindest hätte man erwarten können, dass unter diesen Umständen in Stadthagen amtliche Messungen vorgenommen werden. Aber darauf hat das Gewerbeaufsichtsamt verzichtet und dies, obwohl im Umfeld der Anlage allein die Zusatzbelastung des zukünftigen Betriebs - ohne die Vorbelastung zu addieren - bereits die zulässigen Immissionswerte überschreiten kann.

 

Als Bürgerinitiative haben wir leider rechtlich keine Möglichkeit, die Genehmigung vor Gericht anzufechten. Doch der Gestank des Asphaltmischwerkes und die damit verbundenen Schadstoffemissionen fördern nicht gerade die Lebensqualität in unserer Stadt. Entscheidend ist deshalb, dass sich weiterhin möglichst viele Bürger gemeinsam mit uns dafür stark machen, dass sich dieses Unternehmen nicht noch weiter in Stadthagen ausbreiten kann.

 

Unterstützen Sie die Arbeit der BI und werden Sie Mitglied!


01.08.2018: BI hält Produktionserweiterung für nicht genehmigungsfähig

Die Fa. Ahrens will die Asphaltproduktion in Stadthagen um 60 % auf jährlich 190.000 Tonnen erweitern und gleichzeitig auch die Betriebszeiten verlängern. Künftig soll das Asphaltmischwerk von 4 Uhr morgens bis nachts um 22 Uhr werktags, also von Montag bis Samstag, und ggf. auch an Sonn- und Feiertagen in Betrieb sein dürfen.

 

Wir haben die Antragsunterlagen und Gutachten beim Gewerbeaufsichtsamt in Hildesheim eingesehen und dazu inzwischen drei umfangreiche Stellungnahmen abgegeben. Wir halten das Vorhaben für nicht genehmigungsfähig, da die vom Unternehmen vorgelegten Gutachten unseres Erachtens in vielen Punkten von falschen Annahmen ausgehen oder notwendige Begutachtungen fehlen - so z. B. beim Thema Feinstaubbelastung. Da Feinstäube zu erheblichen gesundheitlichen Schädigungen führen können, darf die Feinstaubbelastung bestimmte Grenzwerte nicht übersteigen. Das hierzu erstellte Gutachten geht dabei aber nicht von den Vorbelastungen am Standort Stadthagen aus, sondern stützt sich auf Werte einer 65 km entfernten Messstation in Allertal.

 

Die BI misst seit über einem Jahr in ca. 800 m Entfernung vom Asphaltmischwerk kontinuierlich die Feinstaubkonzentration. Dabei erfolgt etwa alle 150 Sekunden eine Messung, so dass im Jahr etwa 210.000 Messwerte vorliegen. Die Daten werden online an eine zentrale Sammelstelle gemeldet und sind auch für Außenstehende im Internet jederzeit verfügbar.

 

Unsere Messungen zeigen, dass die Vorbelastungen in Stadthagen um rund 45 % höher sind als in Allertal. Auch wenn unsere Messtechnik nicht höchsten wissenschaftlichen Standards entsprechen kann, liefert sie durchaus zufriedenstellende Ergebnisse. Dies hat die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg bei Vergleichsmessungen festgestellt.

 

Die BI geht daher davon aus, dass die Produktionserweiterung im Nahbereich zu zusätzlichen Feinstaub- und Staubniederschlagsbelastungen führt, die die zulässigen Grenzwerte übersteigen dürften. Damit wäre der Antrag so nicht genehmigungsfähig. 

 

Im Übrigen würde eine Produktionserweiterung auch zu erheblich mehr LKW-Verkehr in Stadthagen führen, denn im Antrag wird von bis zu 710 LKW-Fahrten am Tag ausgegangen. Das dürfte auch Nienstädt deutlich mehr belasten.

 

Wir halten diese zusätzlichen Belastungen für die Bevölkerung von Stadthagen und Umgebung für nicht hinnehmbar und werden alles versuchen, um die Erweiterung zu verhindern.


15.06.2018: Fa. Ahrens hat belastetes Material seit über vier Jahren immer noch nicht von der Halde entfernt

Die Fa. Ahrens hat auf der Halde am Georgschacht rechtswidrig rund 11.800 Tonnen belastetes Material abgelagert. Dieses Material ist seinerzeit beim Bau der benachbarten Anlage und der Sanierung des Betriebsgrundstücks angefallen und umfasst etwa 500 LKW-Ladungen.

 

Bereits im November 2013 hat die Stadt die Beseitigung des Materials von der Halde angeordnet. Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat inzwischen rechtskräftig entschieden, dass die Stadt von der Fa. Ahrens zu Recht verlangen kann, dass dieses Material wieder entfernt wird.

 

Auf Nachfrage hat die Stadt bestätigt, dass die Fa. Ahrens ihren rechtlichen Verpflichtungen immer noch nicht nachgekommen ist. Immer noch liegt das belastete Material auf der Halde. 

 

Dieses Verhalten der Fa. Ahrens ist aus unserer Sicht absolut indiskutabel und entspricht in keinster Weise einem seriösen Geschäftsgebaren. Wir können daher nur allen Kommunen gratulieren, die sich erfolgreich gegen eine Ansiedlung dieser Firma gewehrt haben. 

 

Wir werden darauf dringen, dass die Stadt jetzt konsequent mit Zwangsmitteln gegen das Unternehmen vorgeht, damit endlich das Material ordnungsgemäß beseitigt wird.


10.06.2018: Fa. Ahrens verliert Prozess bei dem Oberverwaltungsgericht in Münster

Die Fa. Ahrens plant, in Petershagen-Lahde u. a. auch gefährlichen Gleisschotter zu behandeln, der in Stadthagen vom Zug auf LKWs umgeladen und dann dorthin verbracht werden soll. Ein entsprechend großes Grundstück hat Ahrens dort bereits erworben.

 

Um dieses Vorhaben zu verhindern, hat der Rat von Petershagen eine Veränderungssperre beschlossen, gegen die die Fa. Ahrens erfolglos beim Oberverwaltungsgericht in Münster geklagt hat. Mit der Veränderungssperre soll verhindert werden, dass durch die Ansiedlung eines Industriebetriebes, nämlich der Gleisschotteraufbereitungsanlage, eine neue Nutzung des Gebietes faktisch unmöglich wird.

 

Das Gericht sah es als zulässig an, dass die Gemeinde ihr bisheriges Industriegebiet in ein arbeitsplatzintensives (Klein-)Gewerbegebiet umwandeln will. Das Vorhaben der Fa. Ahrens wäre damit nicht mehr möglich.

 

In den Schaumburger Nachrichten vom 22. Juni 2018 ist zu lesen, dass die Fa. Ahrens an ihren Plänen zur Errichtung der Gleisschotteraufbereitungsanlage in Petershagen-Lahde festhalte und - so der Geschäftsführer Giles - man nicht davor zurück schrecke, künftig juristisch gegen die Stadt Petershagen vorzugehen.

 

Wir gehen aufgrund der klaren Aussagen in der OVG-Entscheidung davon aus, dass eine mögliche Klage der Fa. Ahrens gegen den neuen Bebauungsplan, der in den nächsten Wochen in Petershagen beschlossen werden soll, kaum Aussicht auf Erfolg haben dürfte.

Schaumburger Nachrichten vom 22. Juni 2018


22.05.2018: BI wendet sich wegen Gestank an Ahrens - neuer Geschäftsführer Giles antwortet

Nachdem im Sommer letzten Jahres die Verladerampe, an der der fertige Asphalt auf die LKWs verladen wird, seitlich eingehaust worden ist und an den offenen Seiten der Gestank beim Beladen mit Wasserdampf teilweise unterdrückt wurde, hatten sich die Geruchsbelästigungen nach unserem Eindruck etwas verringert.

Schaumburger Nachrichten vom 12.05.2018

Leider mussten wir in den letzten Wochen feststellen, dass der Gestank wieder in erheblichem Umfang zugenommen hat.

Wir haben uns daher schriftlich an den neuen Geschäftsführer der Fa. Ahrens, Anthony Giles, gewandt und nachgefragt, ob von dort weitere Maßnahmen zur Geruchsbekämpfung geplant seien und ggf. welche.

 

Geschäftsführer Giles teilte uns daraufhin u. a. Folgendes mit:

"Einen weiteren Erfolg versprechen wir uns von einer verbesserten Platzierung - Anordnung der Wasserdüsen. Zur Zeit wird ebenfalls eine noch komplettere Einhausung der Verladestelle projektiert.

….

Wir halten Sie gerne über den weiteren Stand der Geruchsminderung auf dem Laufenden."

 

Wir können es nur begrüßen, wenn unsere Bemühungen um eine Reduzierung der Geruchsbelästigung von der Fa. Ahrens aufgegriffen werden und Erfolge erzielt werden. Wir werden uns zu gegebener Zeit danach erkundigen, was veranlasst worden ist.

 

Wichtig ist, dass auch weiterhin Geruchsmeldungen für das Geruchskataster gemacht werden, damit wir einschätzen können, ob die angekündigten Maßnahmen erfolgreich sind.


27.01.2018: BI-Verdacht in vollem Umfang bestätigt - Fa. Ahrens hat belastetes Material auf der Halde am Georgschacht abgekippt

Der Verdacht, dass die Fa. Ahrens letztes Jahr erneut belastetes Material auf der Halde am Georgschacht abgeladen hat, hat sich in vollem Umfang bestätigt. Das haben Nachfragen der BI beim Landkreis und der Stadt ergeben. Bei einer nicht angekündigten Kontrolle  wurden rund 150 Tonnen belastetes Bodenmaterial vorgefunden, das nicht auf der Halde eingelagert werden durfte.

 

Wie die BI weiter erfuhr, ist gegen die Fa. Ahrens inzwischen vom Landkreis ein Bußgeldverfahren eingeleitet worden.

 

Schon 2012, als die Fa. Ahrens den Betrieb der Halde übernommen hat, hat die BI hierzu ihre Bedenken geäußert und auf die Gefahr unzulässiger Einlagerungen hingewiesen. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Fa. Ahrens nicht nur Asphalt produziert, sondern auch ein Entsorgungsbetrieb ist. Die Bi sieht ihre Befürchtungen jetzt erneut bestätigt. Denn eines ist für die BI klar, eine ihres Erachtens notwendige ständige Kontrolle des auf der Halde eingelagerten Materials ist ohne zusätzliches Personal und finanziellen Aufwand weder vom Landkreis noch von der Stadt kaum zu bewerkstelligen.


22.12.2017: Hat Fa. Ahrens erneut belastetes Material auf der Halde am Georgschacht abgekippt?

Die BI hat Hinweise erhalten, dass die Fa. Ahrens erneut belastetes Material auf der Halde am Georgschacht abgeladen haben soll, das dort nicht eingebracht werden darf. Daher haben wir den Landkreis und die Stadt um nähere Auskünfte gebeten. 

Schaumburger Nachrichten vom 22.12.2017
Schaumburger Nachrichten vom 22.12.2017

14.12.2017: Auch in Krelingen sind die Ansiedlungspläne der Fa. Ahrens gescheitert

Der Verwaltungsausschuss der Stadt Walsrode hat sich In seiner Sitzung am 14.12.2017 mit deutlicher Mehrheit gegen den Bau eines Asphaltmischwerkes in Krelingen entschieden. Damit ist das Thema „Asphaltmischwerk in Krelingen“ endgültig vom Tisch!

Weitere Infos finden Sie hier.

Hier geht es zur Internetseite der Bürgerinitiative Krelingen-Westenholz "Kein Asphaltmischwerk in Krelingen!"


22.11.2017: Mahnlichter-Umzug gegen Ahrens

Etwa 150 Bürgerinnen und Bürger folgten einem Aufruf der Bürgerinitiative "Wir wehren uns! - Stoppt den Giftmüll" zu einem Mahnlichter-Umzug gegen eine Ansiedlung der Fa. Ahrens in Petershagen/Lahde.

Download
Schaumburger Nachrichten vom 22.11.2017
150 Teilnehmer bei Umzug gegen Ahrens.pd
Adobe Acrobat Dokument 134.1 KB

28.10.2017: Jahreshauptversammlung - BI seit 5 Jahren aktiv

Seit 5 Jahren gibt es in Stadthagen die BI. "Wir wehren uns seit fünf Jahren gegen die negativen Auswirkungen des Asphaltmischwerkes auf die Bevölkerung von Stadthagen", so der bisherige und neue BI-Vorsitzende Jürgen Burdorf, der in der Versammlung gemeinsam mit weiteren Vorstandsmitgliedern einen Rückblick auf ein arbeitsreiches Jahr gab. Auch nach fünf Jahren unterstützen viele Bürgerinnen und Bürger die Arbeit der BI. 

 

Ausführlich wurden in der Versammlung die bisher bekannten Erweiterungsvorhaben der Fa. Ahrens erörtert. Die Versammlungsteilnehmer sprachen sich einmütig sowohl gegen die beim Gewerbeaufsichtsamt beantragte wesentliche Erhöhung der Produktion um 60 % als auch gegen den ebenfalls beantragten Umschlag von gefährlichem Gleisschotter in Stadthagen aus. Auf zusätzlichen Widerstand stößt außerdem die von Ahrens auf einem angrenzenden Waldgrundstück geplante umfangreiche Erweiterung der Betriebsfläche. All dies führt nach Auffassung der BI nicht nur zu erheblich mehr LKW-Verkehr, sondern u. a. auch zu noch größeren Emissionen von Quecksilber und krebserregenden Stoffen und bedeutet eine deutliche Verschlechterung der Lebensqualität in Stadthagen und der näheren Umgebung.

Die BI beabsichtigt, ihre Kritikpunkte in den anstehenden Genehmigungsverfahren deutlich zu machen und sich auch durch öffentliche Aktionen gegen die Vorhaben der Fa. Ahrens zu wehren. 


 

Zur Mitgliederversammlung eingeladen waren dieses Mal auch Vertreter der Bürgerinitiative "Wir wehren uns" aus Petershagen, die sich gegen die Behandlung gefährlichen Gleisschotters in Lahde wehren, der über Stadthagen angeliefert werden soll. Deren Vorsitzender Frank Kirchner berichtete über deren Erfahrungen mit der Fa. Ahrens und die gerichtliche Auseinandersetzung mit dem Unternehmen.

 

In der Mitgliederversammlung wurde der bisherige Vorstand einstimmig wiedergewählt. Dem BI-Vorstand gehören weiterhin Jürgen Burdorf (Vorsitzender), Werner Schoch (2. Vorsitzender), Günter Hasemann, Dieter Latus, Lothar Kutzinski, Gabriele Mischke und Rudi Kauke an.


09.10.2017: LKW mit Asphalt landet im Graben

Download
Schaumburger Nachrichten vom 10.10.2017
Lastwagen rutscht in den Graben.pdf
Adobe Acrobat Dokument 167.5 KB

 

Am Montag, dem 9. Oktober 2017, kam ein mit Asphalt beladener Lastwagen zwischen Lüdersfeld und Sachsenhagen von der Fahrbahn ab und rutschte in den Graben.



30.09.2017: Äußerungen der Fa. Ahrens verlangen Klarstellung

Die Äußerungen des Firmensprechers der Fa. Ahrens im Zusammenhang mit der geplanten Kapazitätserweiterung, das Asphaltmischwerk würde keine krebserregenden Stoffe und quecksilberhaltigen Gase emittieren, bedürfen nach Auffassung der BI dringend der Klarstellung.

 

In der 2012 erteilten immissionsschutzrechtlichen Genehmigung werden für etliche problematische Emissionen Grenzwerte festgelegt. Für krebserzeugene Stoffe der Klasse I (Benzo(a)pyren) dürfen bis zu 50 µg pro m³ und für krebserzeugende Stoffe der Klasse III (1,3 Butadien und Benzol) bis zu 5 mg pro m³ emittiert werden. Da pro Stunde bis zu 49.500 m³ Abgase durch den Schornstein entweichen dürfen, bedeutet dies, dass im Rahmen der Grenzwerte in jeder Stunde bis zu rund 250 g krebserregende Stoffe aus der Anlage freigesetzt werden dürfen. Auch wenn die Firma diesen Grenzwert deutlich unterschreiten sollte, heißt das lediglich, dass krebserregende Stoffe im Rahmen des gesetzlich Zulässigen entweichen und nicht, wie uns die Firma weismachen will, dass überhaupt keine entweichen. Denn wenn keine krebserregenden Stoffe anfallen würden, bestünde auch keine Notwendigkeit, im Genehmigungsbescheid hierfür Grenzwerte festzusetzen.

 

Auch die Aussage, in der Anlage würde kein Quecksilber gasförmig emittiert, kann nicht unwidersprochen bleiben. In der Anlage wird zur Energiegewinnung Braunkohlestaub eingesetzt, der nachweislich Quecksilber enthält, sodass bei der Verbrennung zwangsläufig auch gasförmiges Quecksilber entsteht. Bereits in dem von der BI angestrengten Verfahren hatte das Verwaltungsgericht Hannover festgestellt, dass 'in dem für den Betrieb der Anlage eingesetzten Braunkohlestaub Quecksilber enthalten ist'. Das freigesetzte Quecksilber kann nahezu vollständig über den Schornstein entweichen und wird abhängig von der Windrichtung in der Umgebung verteilt. Dies halten wir für besonders problematisch, weil Quecksilber ein Nervengift ist, das u. a. zu Schädigungen des Nervensystems führen kann.

 

Die von der Fa. Ahrens beantragte Produktionserweiterung um 60 % bedeutet deshalb nicht nur mehrere tausend zusätzliche LKW-Fahrten in Stadthagen und Umgebung, sondern auch die Emission von mehr krebserregenden Stoffen und Quecksilber.

 

Auch wenn beim Betrieb der Anlage die Grenzwerte eingehalten oder sogar unterschritten werden, heißt dies nicht, dass überhaupt keine Schadstoffe anfallen. Unseres Erachtens versucht die Fa. Ahrens mit ihren Äußerungen den Eindruck zu erwecken, als seien Schadstoffwerte unterhalb von Grenzwerten ohne Belang und quasi nicht vorhanden. Die festgesetzten Grenzwerte sind aber nach unserer Auffassung viel zu hoch und orientieren sich zu sehr an wirtschaftlichen Interessen der Unternehmen und zu wenig an den Interessen der Bevölkerung an einer sauberen und gesunden Umwelt. Wir fordern daher, dass die Fa. Ahrens eine bessere Abgasreinigungstechnik einsetzt, um krebserregende Stoffe und Quecksilber aus der Abluft abscheiden zu können, damit die von uns befürchtete gesundheitliche Gefährdung der Bevölkerung weitestgehend ausgeschlossen ist.

Download
Leserbrief von W. Schoch - Schaumburger Nachrichten vom 07.10.2017
Physikalische Fakten.pdf
Adobe Acrobat Dokument 388.6 KB

26.09.2017: Ahrens will Produktion um 60 % erweitern

Die BI hatte aufgrund "zugespielter" detaillierter Informationen den Verdacht, dass im vergangenen Jahr deutlich mehr als die zulässigen 120.000 Tonnen Asphalt hergestellt worden sein könnten. Das von uns informierte Gewerbeaufsichtsamt hat dazu eine Stellungnahme der Fa. Ahrens eingeholt und uns anschließend u. a. mitgeteilt, dass einige der von uns aufgeführten Baumaßnahmen ganz oder teilweise nicht vom Asphaltmischwerk in Stadthagen beliefert worden sein sollen, sondern teilweise andere Asphaltmischwerke in die Produktion eingebunden gewesen seien. Ob diese Behauptungen zutreffen, können wir leider nicht überprüfen.

 

Interessant ist, dass die Firma Ahrens inzwischen beim Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim einen Antrag auf Kapazitätserweiterung gestellt hat. Die jährliche Produktionsleistung am Georgschacht soll erheblich ausgeweitet werden. Künftig sollen dort bis zu 190.000 Tonnen Asphalt im Jahr produziert werden. Das ist eine Steigerung um 60 %, denn bislang dürfen jährlich 120.000 Tonnen Asphalt hergestellt werden.

 

Der Antrag kommt für uns nicht überraschend. Wir haben schon damals befürchtet, dass das Unternehmen bei seiner Ansiedlung eine ,Salamitaktik‘ betreibt und den Geschäftsbetrieb erweitern wird, wenn erst einmal eine Genehmigung vorliegt. Anders ist auch nicht zu erklären, warum die Asphaltmischanlage für die bislang genehmigte Produktionsmenge nach unserer Auffassung völlig überdimensioniert ist.

 

Eine wesentlich höhere Produktion bedeutet für die Bevölkerung von Stadthagen eine erhebliche zusätzliche Belastung. Der LKW-Verkehr mit seiner Lärm- und Staubbelastung, der schon jetzt deutlich mehr ist als ursprünglich behauptet, wird spürbar zunehmen.

Etliche 1.000 zusätzliche LKWs werden durch das Stadtgebiet und die Umgebung fahren. Darüber hinaus werden im Falle einer Produktionsausweitung neben den häufigeren Geruchsbelästigungen noch mehr gefährliche Quecksilbergase und krebserregende Stoffe von der Anlage emittiert.

 

Wir werden uns natürlich gegen die Kapazitätserweiterung wehren. Sobald die Antragsunterlagen der Fa. Ahrens beim Gewerbeaufsichtsamt vollständig vorliegen, werden wir zur Vorbereitung unserer Stellungnahme Akteneinsicht nehmen.


05.09.2017 - "Krimi um Loccumer Sandgrube"

Mitglieder der Bürgerinitiative "Stoppt den Giftmüll - Wir wehren uns!" aus Petershagen machen auf belastete Böden aufmerksam.

Weitere Informationen zum Ansiedlungsvorhaben der Fa. Ahrens in Petershagen / Lahde finden Sie hier.


09.08.2017 - Firma Ahrens verliert Prozess auch beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg

Oberverwaltungsgericht Lüneburg entscheidet endgültig: Ahrens muss 11.800 Tonnen belasteten Bodenaushub wieder von der Bergehalde am Georgschacht entfernen

Die Fa. Ahrens hat auf der Halde am Georgschacht etwa 11.800 Tonnen belasteten Bodenaushub ohne Genehmigung und damit rechtswidrig abgelagert. Der muss, wie von der Stadt gefordert, wieder entfernt werden. Das stellt das OVG in seinem Beschluss vom 17. Juli 2017 fest. Damit bestätigt das Gericht in vollem Umfang die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Hannover, das zuvor bereits der Stadt Recht gegeben hatte.

 

Eine im Jahre 2002 erteilte Baugenehmigung erlaubt grundsätzlich nur die Ummantelung bzw. Aufschüttung der Bergehalde mit unbelastetem Bodenaushub. Damit soll einerseits eine feuerunterbindende, luftdichte Abdeckung der Halde erreicht werden. Andererseits soll verhindert werden, dass Oberflächenwasser in den Haldenkörper eindringt und Schadstoffe in das Grundwasser gelangen. Belasteter Bodenaushub darf daher nicht verwendet werden. Die Baugenehmigung ist insofern eindeutig, was auch das OVG Lüneburg in seiner Entscheidung feststellt.

 

Gleichwohl hat die Fa. Ahrens belastetes Material auf die Halde gebracht. Der Aufforderung der Stadt vom 27. November 2013, dieses Material wieder zu entfernen, kam sie nicht nach. Vielmehr klagte sie in zwei Prozessen gegen die Verfügung.

 

Die BI hat bereits im Dezember 2012 Bedenken gegen die Übernahme der Halde durch die Firma Ahrens geäußert und auf die Gefahr unzulässiger Ablagerungen hingewiesen, die im schlimmsten Fall auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger Stadthagens wieder beseitigt werden müssten. Sie sieht ihre Befürchtungen bestätigt.

 

Die BI hat kein Verständnis für das Verhalten der Fa. Ahrens. Es kann nicht angehen, dass nur mit erheblichem Personalaufwand und hohen Kosten zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger und erst durch mehrere Gerichtsverfahren ein Unternehmen dazu gebracht wird, sich rechtmäßig zu verhalten. Die Verwaltung hat genug andere wichtige Aufgaben zu erfüllen. Es mag jeder selbst beurteilen, ob die Stadt so ein Unternehmen braucht! Die BI ist jedenfalls ganz entschieden dagegen, dass sich diese Firma in Stadthagen noch in irgendeiner Weise weiter ausbreiten kann.


02.07.2017 - 5 Jahre Bürgerinitiative "Bürgerprotest Stadthäger Asphaltmischwerk"

Am 2. Juli 2012 trafen sich etwa 140 interessierte Bürgerinnen und Bürger im Vereinsheim des Tennisclubs GW in Stadthagen und gründeten den Verein „Bürgerprotest Stadthäger Asphaltmischwerk“. 84 Personen trugen sich damals spontan in die Mitgliederliste ein. Zum 1. Vorsitzenden wurde Franz Schnitker gewählt. Sein Vertreter wurde Oliver Theiß, der inzwischen als Bürgermeister die Stadtverwaltung leitet. 

 

Erfreulich ist u. E. der Ausbau der Ahornallee am Betriebsgelände der Fa. Ahrens verlaufen. Sicherlich hat auch unsere BI dazu beigetragen, dass die ursprünglichen Planungen revidiert und die alten Ahornbäume nicht gefällt wurden, um dort eine noch breitere Straße zu bauen.

 

Die BI hat nicht nachgelassen darauf hinzuweisen, dass vom Betrieb des Asphaltmischwerkes unangenehme Gerüche und Gestank ausgehen, wovon große Teile der Bevölkerung in Stadthagen und Umgebung betroffen sind, und sich daher massiv beim Gewerbeaufsichtsamt beschwert haben. Das von der BI im Internet dazu erstellte Geruchskataster wurde von der Bevölkerung gut angenommen und war als Nachweis gegenüber dem Gewerbeaufsichtsamt sehr hilfreich. Aufgrund der Beschwerden hat das Gewerbeaufsichtsamt eine Geruchsmessung veranlasst, bei der festgestellt wurde, dass vom Asphaltmischwerk zeitweise ein intensiver und auch sehr unangenehmer Geruch ausgeht. Insofern bestätigt das Gutachten die Wahrnehmungen vieler Bürgerinnen und Bürger, die sich durch den Gestank vom Asphaltmischwerk belästigt und in ihrem Wohlbefinden beeinträchtigt fühlen. Gleichwohl kann das Gewerbeaufsichtsamt nichts an diesem Zustand ändern, da nach der Rechtslage der Gestank von der Bevölkerung bis zu 876 Stunden im Jahr hingenommen werden muss. 

Dies zeigt wieder einmal, welcher - unseres Erachtens völlig unzureichender - Schutz von Grenzwerten ausgeht. Inzwischen hat der Geschäftsführer der Fa. Ahrens angekündigt, bauliche Maßnahmen "zur Geruchsreduktion" ergreifen zu wollen.

 

Zur Verbesserung der Filtertechnik können wir bislang leider noch keine Erfolge verbuchen. Weiterhin können aus dem Schornstein Quecksilbergase (ein Nervengift), krebserregende Stoffe und lungengängige Feinstäube austreten. Dies geschieht sicherlich alles im Rahmen der Grenzwerte. Was allerdings generell von Grenzwerten zu halten ist, zeigen unsere Erfahrungen mit dem Gestank.

 

Mit viel Engagement haben wir uns  gegen die Absicht der Fa. Ahrens gewehrt, den Betrieb in Stadthagen zu erweitern. Wie bekannt ist, will die Firma in Stadthagen große Mengen gefährlichen Gleisschotter von der Bahn auf LKWs umladen, der dann in eine geplante Aufbereitungsanlage in Petershagen gefahren werden soll. Die dortige BI, mit der wir sehr gut zusammenarbeiten, wehrt sich gegen dieses Vorhaben. Der parteiübergreifende Widerstand hat inzwischen dazu geführt, dass der dortige Rat eine Veränderungssperre beschlossen hat, um die Ansiedlung zu verhindern.

 

Für die von der Fa. Ahrens geplante Erweiterung des Betriebsgeländes um das angrenzende Waldstück wäre es notwendig, dass der Rat der Stadt einen entsprechenden Bebauungsplan aufstellt und beschließt. Die BI wird alles daran setzen, gemeinsam mit den Ratsmitgliedern die Ausweisung eines neuen Gewerbe- oder Industriegebietes zugunsten der Fa. Ahrens zu verhindern.

 

Wie auch die aktuelle Entwicklung - insb. die von der Fa. Ahrens angekündigte Einhausung zur Vermeidung des Gestanks - zeigt, ist es sehr wichtig, dass die BI weiterhin aktiv ist und in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Durch unsere Arbeit haben wir einiges erreichen können und müssen auch zukünftig schlagkräftig und handlungsfähig bleiben, um jederzeit reagieren zu können. Erfolge lassen sich häufig nur langfristig erzielen.


21.03.2017 - Ahrens-LKW erneut verunglückt

Schon wieder verunglückte ein LKW der Firma Ahrens.
Schon wieder verunglückte ein LKW der Firma Ahrens.

Schaumburger Nachrichten vom 21.03.2017


01.03.2017 - Ahrens-LKW landet im Graben

 

Auf dem Weg von Pollhagen in Richtung Wölpinghausen verlor - so die Schaumburger Nachrichten vom 1. März 2017 - ein Fahrer der Fa. Ahrens die Kontrolle über den LKW und fuhr in den Graben.

Der Sachschaden soll etwa 90.000 € betragen.